Deutschland, 31.10.2011 15:42 Uhr
Arnsberg. Keine überfüllten Hörsäle, kleine Lerngruppen, persönliche Betreuung – optimale Bedingungen, von denen Studenten träumen. Im bbz Arnsberg ist dies Realität. Für das Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Südwestfalen hat zum Wintersemester 2011/2012 als Studienstandort eine neue Ära begonnen. 16 Studierende starteten hier in den Dualen Studiengang „Wirtschaftsingenieurwesen Gebäudesystemtechnologie“, den die Handwerkskammer in Kooperation mit der Fachhochschule Südwestfalen anbietet.
Eine Premiere ist immer ein besonderes Ereignis, sowohl für Veranstalter als auch für Teilnehmer. Das nahmen Vertreter der Handwerkskammer und der Fachhochschule Südwestfalen sowie der Stadt Arnsberg am Samstag zum
Anlass, um das erste Semester offiziell zu begrüßen und auf die Bedeutung des Studiengangs für die Wirtschaft und die Region hinzuweisen.
"Es macht mich schon ein bisschen stolz, heute hier mit ihnen in das neue Abenteuer zu starten", freute sich Arnsbergs stellvertretende Bürgermeisterin Rosemarie Goldner in ihrem Grußwort. "Mein Dank gilt vor allem den beiden
Kooperationspartnern, die mit diesem einzigartige Angebot eine weitere Bereicherung in unsere Bildungsstadt gebracht haben."
Der neue Studiengang wurde speziell für die Bedürfnisse der Wirtschaft konzipiert. Elf Teilnehmer studieren berufsbegleitend, fünf haben gerade ihre Lehre begonnen und qualifizieren sich parallel im Doppelpack. "Das Studium bietet Innovation pur. Zum einen in fachlicher Hinsicht, denn die Gebäudesystemtechnik wird zukünftig ein immer wichtigerer Bestandteil bei der Planung einnehmen. Zum anderen ist das Studium auch von der Gesamtthematik her einzigartig in Deutschland", stellt Dekan Prof. Dr. Andreas de Vries von der Fachhochschule Südwestfalen die Vorteile der
dualen Ausbildung heraus.
In die gleiche Kerbe schlägt auch Prof. Dr. Jürgen Bechtloff, der gemeinsam mit Christoph Dolle, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer und Leiter des bbz Arnsberg, und Hans-Josef Walter, Projektentwickler der HwK Südwestfalen, den Stein zur Entwicklung des
Studienganges ins Rollen gebracht hatte. "Aber nicht nur in fachlicher Sicht werden Sie extrem gefragt sein. Viel wichtiger ist, dass die besten Köpfe hierin der Region bleiben und die heimische Wirtschaft auch in der Zukunft
stärken werden", so Bechtloff.
"Wir glauben ganz fest an Sie und bieten ihnen mit dem Studium eine einzigartige Chance für die Zukunft. Auch wenn es manchmal anstrengend sein wird, beißen Sie die Zähne aufeinander und halten sie durch", appellierte Dolle in Richtung der Studierenden.
Der neue Studiengang, der zu etwa 70 Prozent aus Selbstlernphasen und zu 30 Prozent aus Präsenszeiten besteht, bedeutet für die Studierenden einen
enormen zusätzlichen Aufwand, da alles berufs- bzw.
ausbildungsbegleitend absolviert werden muss. "Das hat mich aber nicht abgeschreckt, sondern eher noch angespornt", erklärt Lydia Henneböhl aus Rüthen, die die einzige Frau im Kurs ist.
Eine weite Anreise aus Köln nimmt Alexander Dudschenko auf sich. Er hatte schon seinen Meister zum Installateur und Heizungsbauer in Arnsberg absolviert und war beim Meisterinfotag auf den Studiengang aufmerksam
geworden. "Ich wollte schon immer im Projektmanagement arbeiten, der Studiengang bietet mir die perfekte Grundlage dafür", erklärt er seinen Antrieb.
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