Nordrhein-Westfalen, 10.05.2007 00:01 Uhr (sor)
Siegen/Olpe. Die Firma Kemper in Olpe setzte im Jahr 2006 rund 175 Millionen Euro um, wobei der Exportanteil bei rund 30 Prozent lag. "Das Unternehmen liegt stabil im Markt und dies ist nicht zuletzt unseren erheblichen Aktivitäten in der Personalentwicklung sowie der Erstausbildung zuzuschreiben." Mit diesen Worten beschrieb Geschäftsführer Rupprecht Kemper vor den Mitgliedern des Berufsbildungsausschusses der HK Siegen (IHK) die Wettbewerbssituation der Olper Firma.

Der Berufsbildungsausschuss, der unter Leitung seines Vorsitzenden Willi Brase (MdB) zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammen kam, war beeindruckt von der Intensität, mit der Kemper insbesondere die Personalentwicklung betreibt.
Ausbildungsquote von neun Prozent
Bei 560 Mitarbeitern werde regelmäßig eine Ausbildungsquote von rund neun Prozent erreicht. "Beispielhaft und nachahmenswert" nannte Brase diese Ausbildungsleistung des Familienunternehmens.
Schwierige Zeiten für Hauptschüler
Inhaltlich befassten sich die Mitglieder des Ausschusses mit der Lehrstellenlage im Kammerbezirk. Dabei würdigten sie, dass die Unternehmen die Zahl der Lehrverträge im vergangenen Jahr um satte 9,1 Prozent gesteigert hätten. Dennoch bleibe noch viel zu tun. Vor allem Hauptschüler hätten mittlerweile erhebliche Schwierigkeiten, Lehrstellen zu erhalten. Lediglich knapp ein Drittel schaffe diesen Übergang reibungslos. Noch dramatischer sei die Situation der Förderschüler.
IHK-Geschäftsführer Klaus Gräbener betonte, dass gerade vor diesem Hintergrund die derzeitige Lage trotz der Zuwächse nach wie vor ernsthaften Anlass zur Sorge biete. Er informierte über den Stand einiger Projekte und Programme, die Perspektiven für junge Menschen schaffen sollen. Dabei stand die vom Berufsbildungszentrum (bbz) der Industrie- und Handelskammer Siegen entwickelte Lehrgangsinitiative "Haus der Berufsvorbereitung" im Mittelpunkt.