Deutschland, 22.07.2007 10:52 Uhr (sor)
Brilon / Meschede. Einen neuen Weg der Freisprechung nach bestandener Gesellenprüfung ging die Tischlerinnung Brilon-Meschede: Im Autohaus Paul Witteler konkurrierten die Nobelkarossen mit dem "Stern" mit den exzellenten Gesellenstücken von insgesamt 29 Prüflingen und diesmal zogen sie die meisten Blicke auf sich.
Obermeister Heinz Pütz (Berlar) brach in seiner Laudatio eine Lanze für den Tischlerberuf: "Das hohe Ausbildungsniveau in den Betrieben, das Engagement von Auszubildenden und Ausbildern, die Freiräume in der täglichen Arbeit, das sind die Elemente, die das Tischlerhandwerk zu einem der schönsten Berufe der Welt machen."
Die Prüfungsstücke hatten es ihm angetan. "Die Eigenart der Formen, die Auswahl der Materialien, die Sorgfalt der Ausführung und die Orientierung am Nutzen verleihen diesen Stücken echten Charakter", schwärmte er.
Brilons stellvertretender Bürgermeister Willi Becker und Firmenchef Paul Witteler betonten in ihren Grußworten, dass das Ausland die Deutschen wegen des sehr guten Ausbildungstandes vor allem im Handwerk beneiden würde. Prüfungsbeste wurde Maike Cors aus Oeventrop, die in der Tischlerei Bernd Faber in Olsberg ausgebildet wurde. Eine zweite "Goldmedaille" holte sie beim Wettbewerb "Die gute Form". Ihren Garderobenschrank mit ausziehbarem Spiegel aus Zebrano und Ahorn setzte die Jury auf den ersten Platz.
Ihr Lohn: Eine Reise mit der Innung nach Dortmund zum Tischlertag mit vielen Extras. Ausgezeichnet für ihre guten Prüfungsleistungen wurden auch Daniel Greitemann aus Lochtrop (Ausbilder Gerhard Gierse, Oberrarbach) und Alexander Kleff aus Rösenbeck (Ausbilder Christian Schirm, Messinghausen).
Bei dem absolvierten Wettbewerb die "Gute Form" schaffte es Julia Mester aus Remblinghausen (Ausbilder Heinz Pütz, Velmede) auf Platz zwei, Daniel Greitemann auf Platz drei, und Pascal Punessen aus Beringhausen bei Meschede (Ausbilder Julie Postel GmbH, Bestwig) erhielt eine Belobigung.