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150 Bewerber suchen noch betriebliche Lehrstellen

Deutschland, 14.11.2007 07:27 Uhr (sor)

Olpe / Siegen. "Ende September waren in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe 355 junge Menschen ohne betriebliche oder schulische Ausbildungsalternative. Vier Wochen später sind hiervon nur noch knapp 150 Personen übrig geblieben. Die Nachvermittlung funktioniert in diesem Jahr besser als in den Vorjahren." Mit diesen Worten bilanzierte IHK-Geschäftsführer Klaus Gräbener den bisherigen Ertrag der gemeinsamen Bemühungen von Handwerk, Agentur für Arbeit und Industrie- und Handelskammer Siegen, den erfolglosen Lehrstellenbewerbern des Ausbildungsjahrgangs 2006/2007 in einer konzertierten Aktion noch berufliche Perspektiven zu eröffnen.

Gemeinsam mit Joachim Schneider von der Siegener Agentur für Arbeit äußerte er im Berufsbildungsausschuss der IHK zugleich die Überzeugung, dass es bis Jahresende gelingen werde, dem weit überwiegenden Teil der noch suchenden jungen Leute konkrete und zielführende Ausbildungs- und Beschäftigungsalternativen aufzuzeigen. Im Wesentlichen werde es sich hierbei um die Besetzung von Praktikastellen in Unternehmen handeln, die der Bund über die so genannten Einstiegsqualifizierungen auch finanziell fördere.

Man erwarte bis Jahresende etwa 200 bis 250 Praktikantenverträge in Industrie, Handel und Handwerk. Gräbener machte vor dem Ausschuss deutlich, dass die Voraussetzung für wirksame Hilfe allerdings darin bestehe, dass die erfolglosen Lehrstellenbewerber sich auch helfen lassen wollten.

"32 der 355 jungen Menschen haben sich geweigert, der Handwerkskammer oder der IHK ihre Daten zur Verfügung zu stellen. Weitere 105 junge Leute sind erst überhaupt nicht zu den gemeinsamen Informationsveranstaltungen von Handwerk, IHK und Agentur für Arbeit erschienen. Diesem Personenkreis ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr zu helfen."

Hohe Zahl von Altbewerbern

Joachim Schneider wies vor dem IHK-Berufsbildungsausschuss auf die hohe Zahl von Altbewerbern hin, um die man sich zu kümmern habe. Auf Rückfrage aus dem Ausschuss machte er zugleich deutlich, man könne aus dem Status eines Altbewerbers, der über mehrere Jahre vergeblich versucht habe, eine Lehrstelle zu erlangen, nicht automatisch schließen, dass er für die erfolgreiche Bewältigung einer betrieblichen Lehre ungeeignet sei.

Vielfach lägen die Ursachen für das Scheitern auf dem Lehrstellenmarkt in schwierigen familiären Strukturen. In den kommenden acht Wochen werde es schwerpunktmäßig darum gehen, die noch suchenden 150 Bewerber noch in betriebliche Lehrstellen hinein zu führen oder aber in solchen Stützprogrammen unter zu bringen.

 

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