Deutschland, 10.09.2008 12:37 Uhr (sor)
Berlin. BJU-Chef Dirk Martin fordert mehr Geld für Bildung und spricht sich für mehr Wettbewerb aus - Kritik an Beamtenstatus für Lehrer und Professoren
Zum aktuellen OECD-Bildungsbericht sagte am Dienstag der Vorsitzende des Verbandes der Jungen Unternehmer - BJU, Dirk Martin: "Der OECD-Bildungsbericht ist ein Armutszeugnis für die deutsche Bildungspolitik. Jetzt haben es die Politiker schwarz auf weiß: Die Wettwerbsfähigkeit Deutschlands ist in Gefahr. Schon heute spüren wir Unternehmer in unseren Betrieben, dass der Fachkräftemangel immer dramatischer wird. Wenn wir unser Bildungssystem nicht auf Trab bringen, sehe ich schwarz für die Zukunft unseres Landes. Um das System fit zu machen, bedarf es vor allem zweierlei: Wir müssen mehr Geld für Bildung ausgeben und brauchen gleichzeitig mehr Wettbewerb im Bildungswesen. Durch mehr Wettbewerb und eine größere Rolle von privaten Einrichtungen könnten die Bildungsausgaben wesentlich effizienter eingesetzt werden. Um langfristig wieder mehr Hochqualifizierte zu bekommen, müssen wir insbesondere stärker in die frühkindliche Bildung investieren. Außerdem brauchen die Schulen und Hochschulen mehr Finanz- und Personalautonomie. Der Beamtenstatus für Lehrer und Professoren gehört abgeschafft - er ist ananchronistisch und bremst den Wettbewerb aus."„Die Jungen Unternehmer – BJU“ sind das Forum für junge Familien- und Eigentümerunternehmer bis 40 Jahre. Unter dem Motto Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung bezieht der Verband klar Stellung für eine wettbewerbsorientierte und soziale Marktwirtschaft sowie gegen überflüssige Staatseingriffe. Die Verbandsmitglieder sind Inhaber oder Gesellschafter eines Unternehmens. Sie haben mindestens zehn Beschäftigte und/oder eine Million Euro Jahresumsatz sowie einen Eintrag in Handelsregister oder Handwerksrolle. Die derzeit rund 1.500 Mitglieder erwirtschaften insgesamt einen Jahresumsatz von zirka 28 Milliarden Euro und beschäftigen rund 180.000 fest angestellte Mitarbeiter.