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Den Alltag an einer Hochschule kennenlernen

Deutschland, 15.03.2010 10:07 Uhr (lenneper)

Bundesgebiet. Jeder Student steht nach dem Abitur vor der Frage: Was studiere ich? Wie hoch sind die Anforderungen im Studium? Wie läuft so etwas überhaupt ab? Nicht nur, wer sich unsicher ist, welches Fach das richtige ist, kann schon vorab Einblicke gewinnen und sich gezielt auf sein Studium vorbereiten, dank Schnupperstudium, Vorpraktika und Co.

Um Einblicke in den Hochschulalltag und die unterschiedlichen Fächer zu bekommen, bieten die Hochschulen vielerorts sogenannte Schnupperstudien an. Studieninteressenten können dabei reguläre Lehrveranstaltungen besuchen.
„In den Hochschulalltag hineinzuschnuppern, ist für jeden ratsam, der studieren möchte“, sagt Hans-Joachim Burkhardt vom Hochschulteam der Arbeitsagentur Hamburg. „Ausprobieren sollten Interessenten möglichst verschiedene Fächer. Denn zwischen den Natur- und Geisteswissenschaften können Welten liegen.“

Auch Sommeruniversitäten dienen diesem Zweck: In den Ferien kann man für ein oder mehrere Wochen an speziellen Kursen und Vorlesungen an der Hochschule teilnehmen. Oftmals werden auch Unternehmen der Umgebung besucht. Ziel ist es, den Teilnehmern ein möglichst realistisches Bild von Studiengang und späterem Berufsalltag zu vermitteln.

In den Hörsaal reinschnuppern

Eine weitere Möglichkeit, die hilft, sich für das richtige Studium zu entscheiden und sich auf das Hochschulleben vorzubereiten, ist ein Frühstudium. Dort nehmen besonders begabte Schüler und Schülerinnen – noch während der Schulzeit – nachmittags an regulären Lehrveranstaltungen teil, schreiben die Prüfungen mit und erwerben sogar Credit Points – die bei einem späteren Studienbeginn oftmals angerechnet werden.
„Wer noch nicht sicher ist, welches Fach er studieren möchte, kann zum Beispiel in einem Semester BWL-, im nächsten Psychologie-Veranstaltungen besuchen“, erklärt Susanne Mensah, Studienberaterin an der Uni Trier.
Auch ein Studium Generale, wie es das Leibniz-Kolleg in Tübingen anbietet, stellt eine sinnvolle Entscheidungshilfe für die Wahl des Studienfachs dar. Zehn Monate lang bekommen Studieninteressenten dort interdisziplinär, also fächerübergreifend, eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten und können sich mit unterschiedlichsten Wissensbereichen beschäftigen.
Ob Geistes- oder Naturwissenschaften, die Teilnehmer werden in verschiedene Fachbereiche eingeführt, lernen die unterschiedlichen Themen kennen, und können sich so ein Bild der Studienmöglichkeiten machen – und zugleich testen, wo die eigenen Stärken und Fähigkeiten liegen.

Vorkurse als ideale Orientierungsmöglichkeit

Wenn zu guter letzt die Studienwahl gefällt wurde, ist ein Vor- oder Brückenkurs die optimale Möglichkeit, sich für das Studium vorzubereiten. In den meist zweiwöchigen ganztägigen Kursen kann man Schulwissen auffrischen und dich bereits auf das veränderte Lernniveau und -tempo an der Hochschule einstellen.
Diese Angebote der Studienvorbereitung finden meist ein paar Wochen vor Semesterbeginn statt. Vor allem für naturwissenschaftliche Fächer wie Mathematik, Chemie oder Biologie werden Vorkurse angeboten. Aber auch für wissenschaftliches Arbeiten, BWL oder gar Jura werden Vorkurse durchgeführt.
Welche Angebote der Studienvorbereitung die einzelnen Hochschulen im Programm haben, erfährt man auf den Internetseiten. In der Regel sind die Angebote kostenfrei, in manchen Fällen ist eine Anmeldung erforderlich. Darüber hinaus finden in nahezu allen Studiengängen zu Beginn des Studiums Orientierungswochen statt, die einem dabei helfen, sich im Hochschulalltag zurechtzufinden.

 

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