Deutschland, 17.12.2009 17:12 Uhr
Bad Fredeburg. Großer Andrang herrschte gestern morgen bei der Berufsbörse der Christine-Koch-Schule in Bad Fredeburg. Gut 200 Schüler waren auf den Beinen und informierten sich bei einem ganz neuen Projekt der Hauptschule über alles rund um das Thema Ausbildung und Beruf. Insgesamt zwölf heimische Betriebe aus unterschiedlichen Branchen waren der Einladung der Schule gefolgt und standen den Schülern der 9. und 10. Klasse in jeweils zwei Sprechstunden Rede und Antwort.
Wie sieht die Struktur der Ausbildung aus? Welchen Schulabschluss brauche ich für den Beruf? Wie viele Azubis werden pro Jahr eingestellt? Kann ich ein Praktikum absolvieren? Diese und ähnliche Fragen stellten die wissbegierigen Schüler den zwölf Vertretern der heimischen Betriebe.
"Dass Firmen in die Schulen kommen, das hat es lange nicht gegeben", beschreibt der betreuende Lehrer, Günther Engelhardt, die Idee. Vor allem für die Schüler der 9. und 10. Klasse sei eine Berufsorientierung sinnvoll. Schüler Jonas Droste: "Das Projekt hilft einem, eine Entscheidung zu treffen". Er besuchte unter anderem die Sprechstunde Krankenpfleger.
Die Idee für die Berufsbörse hatte Thomas Richter, Architekt aus Schmallenberg. "Er wollte den Schülern bei der Berufsorientierung helfen und hat gute Verbindungen zu den heimischen Betrieben", erläuterte Engelhardt das Konzept. Nach Absprache mit Schulleiterin Katrin Schulte-Bärbig und Lehrer Engelhardt begeisterte Richter innerhalb weniger Tage zwölf Betriebe für die Veranstaltung.
"Einige Schüler noch mit Sorgen"
"Da ich weiß, dass einige Schüler in der Klasse 10 immer noch große Sorgen in Sachen Berufsfindung haben, musste die Börse noch in diesem Jahr stattfinden", so Engelhardt.
Selina Paula Märte interessiert sich für die Gastronomie und den Beruf Produktionsmechanikerin. "Ich finde es gut, dass die Firmen sich dazu bereit erklärt haben, in die Schule zu kommen", sagt sie.
Die Schüler konnten zwei Berufe, für die sie sich am meisten interessierten, auswählen. In jeweils zwei Sprechstunden beantworteten die Firmen ihnen jeweils für eine halbe Stunde Fragen. Für jeden Beruf wurden entsprechende Gruppen gebildet. Mit dabei waren auch Schüler der Valentschule. Die meisten Interessenten (56) wollten sich über die Gastronomie informieren, 52 über Pflegeberufe. Weitere Berufe waren Maurer (7), Dachdecker (5), Schreiner (28), Tiefbau (20), Elektriker (34), Bankkaufmann/-frau (30), Einzelhandel (40), Schlosser (40), Produktionsmechaniker (22) und Kfz mit 40 interessierten Schülern. Vor allem für Schüler, die noch orientierungslos sind, sei die Berufsbörse wichtig. Zudem konnten die Schüler Kontakte zu den Betrieben knüpfen.
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