Deutschland, 18.11.2008 17:19 Uhr
Berlin. Verband der Jungen Unternehmer lobt gute Ergebnisse bei Naturwissenschaften - Kritik an Kluft zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen
Zu den Ergebnissen der jüngsten Pisa-Vergleichsstudie sagte Dirk Martin, Bundesvorsitzender des Verbandes "Die Jungen Unternehmer - BJU" am Dienstag in Berlin: "Die Ergebnisse der Pisa-Studie offenbaren Licht- und Schattenseiten des deutschen Bildungssystems.
Erfreulich ist, dass Deutschland bei den Naturwissenschaften im internationalen Vergleich aufgeholt hat und die meisten Bundesländer sogar überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen. Außerdem ist es ein Aufbruchsignal, dass die ostdeutschen Bundesländer so stark nach vorn drängen. Negativ fällt allerdings ins Gewicht, dass in Deutschland der schulische Erfolg noch immer so stark mit der sozialen Herkunft verknüpft ist.
Das tut der Gesellschaft nicht gut und schadet außerdem der Wirtschaft. Denn vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels können wir es uns nicht leisten, dass so viele Menschen mit ihren Begabungen auf der Strecke bleiben. Um das zu ändern, brauchen wir mehr Lehrkräfte, mehr Ganztagsschulen und - insbesondere für Migrantenkinder - mehr Sprachförderung. Auch die Einführung von Bildungsgutscheinen würde entscheidend dazu beitragen, die Kluft zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen zu schließen. Zudem ließe sich durch Bildungsgutscheine und den damit verbundenen Wettbewerb die Qualität des Bildungssystems insgesamt verbessern."
„Die Jungen Unternehmer – BJU“ sind das Forum für junge Familien- und Eigentümerunternehmer bis 40 Jahre. Unter dem Motto Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung bezieht der Verband klar Stellung für eine wettbewerbsorientierte und soziale Marktwirtschaft sowie gegen überflüssige Staatseingriffe. Die Verbandsmitglieder sind Inhaber oder Gesellschafter eines Unternehmens. Sie haben mindestens zehn Beschäftigte und/oder eine Million Euro Jahresumsatz sowie einen Eintrag in Handelsregister oder Handwerksrolle. Die derzeit rund 1.500 Mitglieder erwirtschaften insgesamt einen Jahresumsatz von zirka 28 Milliarden Euro und beschäftigen rund 180.000 fest angestellte Mitarbeiter.
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