Deutschland, 31.08.2008 10:40 Uhr
Mit 85 Schulen mehr als ursprünglich vorgesehen startet die gemeinsame Initiative des Schulministeriums und der nordrhein-westfälischen Lehrerverbände "Komm Mit! — Fördern statt Sitzenbleiben". Auf Anhieb hatten sich 385 Schulen (141 Gymnasium, 120 Realschulen, 78 Hauptschulen und 46 Gesamtschulen) um die Teilnahme an der Initiative beworben. Geplant war ursprünglich, mit 300 Schulen zu starten. Mit dabei sind fünf Schulen aus Arnsberg und Sundern, wie jetzt der heimische Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Klaus Kaiser, mitteilt.
Klaus Kaiser: "Die erfreulich hohe Zahl an Rückmeldungen der Schulen aus unserer Region unterstreicht, dass wir mit unserer gemeinsamen Initiative zur Reduzierung der Sitzenbleiberquote ein Anliegen unserer Schulen aufgenommen haben." Alle Schulen, die sich zur Teilnahme an der Initiative mit tragfähigen Förderkonzepten beworben haben, seien vom Start an dabei. Im Rahmen der Initiative werden sie versuchen, die Zahl der Sitzenbleiber, insbesondere in den Klassen sieben, acht und neun, schrittweise zu reduzieren, ohne die Leistungsanforderungen zu mindern. Das Land stellt hierfür über 100 Stellen zur Verfügung. Die Initiative ist auf drei Jahre angelegt, sie wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
In Arnsberg und Sundern beteiligen sich die städtische Gemeinschaftshauptschule Oeventrop, die Städtische Realschule Sundern, die Realschule am Eichholz, das Städtische Gymnasium Sundern sowie das Gymnasium Laurentianum an dem Projekt. Zum Hintergrund: Seit dem Schuljahr 2001/2002 ist die Wiederholerquote in der Sekundarstufe I kontinuierlich von 4,5 Prozent auf 3,1 Prozent im zurückliegenden Schuljahr 2007/2008 zurückgegangen. Schulministerin Barbara Sommer hatte im April mit den Verbandsvorsitzenden Udo Beckmann (VBE NRW), Andreas Meyer-Lauber (GEW NRW), Peter Silbernagel (Philologen-Verband NRW) und Monika Straub (Verein katholischer deutscher Lehrerinnen NRW) die Initiative auf den Weg gebracht. Die Vertreter der Lehrerorganisationen begrüßten jetzt die Entscheidung der Schulministerin, alle Schulen, die sich beworben haben, mitzunehmen.
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