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Mehr Lehrstellen in griechischen Betrieben

Dokument: Nordrhein-Westfalen, 30.10.2007 12:37 Uhr (suth)

Köln. „Die persönliche Ansprache in der Muttersprache ist der Schlüssel zum Erfolg: Das schafft Vertrauen und öffnet die Türen für die betriebliche Ausbildung.“ Mit diesen Worten stellte Christina Alexoglou-Patelkos gestern (30.10.) in Berlin vor über 500 Teilnehmern einer Bildungskonferenz das Kölner Projekt „NEO XEKINIMA“ (griechisch „Neuanfang“) vor.

IHK und Handwerk werben erfolgreich für zusätzliche Ausbildungsplätze

Seit über einem Jahr engagiert sie sich dafür, dass
Betriebe mit Inhabern griechischer Herkunft in die Ausbildung einsteigen oder zusätzliche Ausbildungsplätze anbieten. Seit dem Start des Projekts wurden insgesamt 70 Ausbildungsplätze in Unternehmen mit Inhabern griechischer Herkunft geschaffen.
Denn: Migranten griechischer Herkunft entscheiden sich zwar weitaus häufiger für die Selbstständigkeit als Deutsche oder andere Migrantengruppen - die Selbstständigenquote griechischer Migranten liegt bei 15,5 Prozent.

Als Ausbildungsbetriebe jedoch sind Unternehmen von Griechen mit einer Quote von sechs Prozent bislang vergleichsweise wenig engagiert. Allein in der Region Köln und Düsseldorf gibt es derzeit rund 4.000 Unternehmen, die von Inhabern griechischer Herkunft geführt werden, überwiegend Hotels und Gaststätten, Einzel- und Großhandel, Reisebüros, Arztpraxen, Anwaltskanzleien, Kfz-, Friseur- oder Heizungund
Sanitärbetriebe.

„Ein Potenzial, das ausgeschöpft werden sollte: Die Wirtschaftskraft von Unternehmern griechischer Herkunft sollte sich auch in der Ausbildungsbeteiligung widerspiegeln“, meint Dr. Gerald Püchel, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Köln (IHK Köln) und Geschäftsführer der Gesellschaft für berufliche Förderung in der Wirtschaft, GBFW e.V., die das Projekt mit Unterstützung der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung e.V. trägt.
Die GBFW wiederum wird getragen von der IHK Köln und der
Handwerkskammer Köln (HWK). Finanziert wird das Projekt mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der EU aus dem Programm „Jobstarter - Für die Zukunft ausbilden!“.

Die von NEO XEXINIMA für die betriebliche Ausbildung gewonnenen griechischen Betriebe in Köln und Düsseldorf suchen derzeit noch Jugendliche - gleichgültig welcher Nationalität - , die sich in folgenden Berufen ausbilden lassen möchten: Koch/Köchin, Restaurantfachmann/- frau, Hotelfachmann/-frau, Fachkraft im Gastgewerbe, Fachmann/-frau für Systemgastronomie, Verkäufer/-in, Bürokaufmann/-frau, Kaufleute für Bürokommunikation sowie für Marketing, Mediengestalter, Reiserverkehrskaufleute, Tankwart/-in, Fachinformatiker/-in und Fachlagerist/-in, Karosseriebauer/-in, Elektroinstallateur/-in, Elektroniker/-
in, Kfz-Mechatroniker/-in, Textilreiniger/-in, Frisör/-in sowie Medizinische/- e Fachangestellte.

Christina Alexoglou-Patelkos vom Projekt NEO XEKINIMA ist unter 02211640-400 zu erreichen, E-Mail: eoxekinima.patelkos@koeln.ihk.de.
Diese Pressemitteilung finden Sie im Internet unter www.ihk-koeln.de, Presse.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Köln ist eine von den Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft getragene Institution. Als Körperschaft öffentlichen Rechts vertritt sie auf Basis von gesetzlicher Mitgliedschaft das Gesamtinteresse von Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Sie agiert als kritischer Partner von Politik und Verwaltung, als unabhängiger Anwalt des Marktes und als kundenorientierter Dienstleister für ihre Mitgliedsunternehmen. Zurzeit gehören der IHK Köln über 130.000 Unternehmen in den Städten Köln und Leverkusen
sowie im Oberbergischen Kreis, im Rhein-Erft-Kreis und Rheinisch-Bergischen Kreis an.

 
 
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