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Einstellungstests

Dokument: Deutschland, 13.08.2007 15:20 Uhr (suth)

Sie bekommen Post von dem Unternehmen, bei dem Sie sich beworben haben? Und zwar nicht einen großen DIN-A4-Umschlag mit Ihren Unterlagen, sondern eine Einladung? Herzlichen Glückwunsch!

Auswahltests:

Offensichtlich haben Ihre Bewerbungen Anklang gefunden. Wenn Sie eine Einladung erhalten, ist aber noch nicht sicher, dass als nächstes direkt ein Vorstellungsgespräch auf Sie wartet.
Diesem haben nicht grade wenige Unternehmen und Institutionen noch so genannte Einstellungs- oder Auswahltests vorgeschaltet. Streben Sie zum Beispiel einen der begehrten Ausbildungsplätze in Industrie, bei Kreditinstituten, Versicherungen, Handel oder im öffentlichen Dienst an, werden Sie in der Regel mit derlei Testauswahlverfahren konfrontiert.
Ihre Eignung soll getestet werden. Ob das mit diesen Testverfahren wirklich möglich ist, ist sehr umstritten. Da aber, wie gesagt, unzählige Firmen und Einrichtungen darauf schwören, sollten Sie sich rechtzeitig damit auseinandersetzen. Sehr verbreitet sind Deutsch- und Rechentests. Da geht es beispielsweise darum zu entscheiden, welche von fünf vorgeschriebenen Schreibweisen eines Wortes die richtige ist oder was groß oder klein geschrieben wird. Bei Bewerbungen für Handwerkliche Berufe sollen Sie unter Beweis stellen, dass Sie Dezimalaufgaben und Bruchrechnen beherrschen. Für Kaufmännische Berufe sind Dreisatzaufgaben, Prozent- und Zinsrechnung üblich. Bewerbern/innen gewerblich-technischer Berufe werden zusätzlich Fragen aus den Bereichen Chemie, Physik, Biologie und Technik gestellt. Alle Bewerbergruppen müssen mit Fragen aus Geografie, Literatur, Musik, Kunst, Sport rechnen, mit denen Ihre Allgemeinbildung getestet werden soll.

Intelligenztest:

Die Intelligenztests sprechen das logische Denkvermögen, die Abstraktions- und Merkfähigkeit, räumliches und technisches Vorstellungsvermögen, Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit und Ausdauer der Kandidaten an. Die Variationsbreite der Intelligenztestaufgaben ist schier unerschöpflich. So sind Figuren zu finden, die zueinander passen, Puzzleteile im Geiste zusammenzusetzen, Sprichwörter mit ähnlicher Bedeutung zu identifizieren. Bei Konzentrations- und Leistungsübungen haben Sie Merkaufgaben zu bewältigen, bei denen Sie innerhalb weniger Minuten Begriffe auswendig lernen oder Kopfrechnen in kurzer Zeit bewerkstelligen müssen...

 

Persönlichkeitstests:

Passt der Bewerber, passt die Bewerberin zu uns? Was hat er/sie für einen Charakter? Ist der Kandidat/die Kandidatin anpassungsfähig? Mit Hilfe von Persönlichkeitstests versuchen Arbeitgeber Antworten auf diese Fragen zu bekommen. Die Persönlichkeitsmerkmale der Bewerber/innen stehen im Vordergrund und spielen bei der Auswahl oft die entscheidende Rolle. Skepsis gegenüber diesen Testverfahren ist angesagt, zumal es nicht selten um einen juristisch unzulässigen Einbruch in die Privatsphäre handelt. Doch was bleibt Ihnen als Bewerber/in übrig, wenn Sie unbedingt diesen Ausbildungsplatz haben möchten? Deshalb lautet das Gebot der Stunde: Lernen Sie, Persönlichkeitsverfahren zu durchschauen. Im wesentlichen geht es bei dieser Art von Tests um drei Persönlichkeitsmerkmale, aufgrund deren man glaubt, entscheiden zu können, ob Sie für eine bestimmte Position der richtige Bewerber bzw. die richtige Bewerberin sind.

 
 
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