Deutschland, 28.06.2010 10:12 Uhr
Die derzeit noch immer niedrige Zinsphase für den Hauskauf ist günstig, um sich die aktuellen Zinsen langfristig zu sichern. So wird die Baufinanzierung einfacher und die eigenen vier Wände realistischer denn je.
Oberbayern ist teuerstes Pflaster Deutschlands
Das bevorzugteste, aber auch teuerste Pflaster im Bundesland ist der Regierungsbezirk Oberbayern im Freistaat Bayern. Hier gibt es sowohl ländliche Gegenden als auch urbane Regionen rund um die Landeshauptstadt München. Die Nähe zu den Bergen als auch zur italienischen Adria oder den Gardasee lockt immer mehr lebenshungrige Leute in den Süden. Um sich in München oder seiner Umgebung eine Immobilie zu kaufen, muss man allerdings das nötige Kleingeld mitbringen und sollte sich auf ein differenziertes Preisniveau einstellen, da die Preise je nach Gegend und Stadtviertel stark variieren.
Der Starnberger See ist Inbegriff der Münchner Schickeria, wo die meisten ihr Wohn- und Wochenendhäuschen besitzen. Denn da kann wirklich nicht jeder wohnen. Der Quadratmeter kostet im Schnitt 3831 Euro und auch in der Münchner Innenstadt sind die Preise kaum geringer und man zahlt für den Quadratmeter im Durchschnitt „nur“ 3800 Euro. Im Vergleich zum letzten Jahr ergibt das einen Preisanstieg von rund elf Prozent.
Ein Finanzberater kann bei der Finanzierung des Eigenheims helfen
Wer soll sich die Immobilien also in Zukunft noch leisten können und einen Hauskauf überhaupt in Erwägung ziehen auf diesem teuren Pflaster? Im nur rund 100 Kilometer entfernten Altötting sind die Häuser im Bezirksvergleich sehr günstig, da der Quadratmeter dort im Schnitt nur 1.427 Euro kostet. Will man allerdings um alles in der Welt in die bayerische Landeshauptstadt ziehen, empfiehlt es sich, einen Finanzberater zu engagieren, der eine grobe Kalkulation durchführt und alle möglichen Risiken und Gefahren berücksichtigt.
“Billige“ Münchner Viertel
Dabei sollte man auch beachten, was rational sinnvoller ist, statt rein emotionale Werte für die Kaufentscheidung zu berücksichtigen. Das könnte sich unter Umständen noch einmal mehr am Geldbeutel bemerkbar machen. Zum Teil immense Unterschiede im Preisniveau gibt es in den verschiedenen Stadtteilen. Derzeit der begehrteste Teil des Münchner Südens ist der Stadtteil Untergiesing, wo ein Haus im Schnitt 5855 Euro pro Quadratmeter kostet und damit im Vergleich zum letzten Jahr um zwanzig Prozent teurer geworden ist. Harlaching gilt als zweitteuerster Stadtteil im Süden von München. Dort sind die Preise erstaunlicherweise rückläufig und um rund elf Prozent gesunken. Der Quadratmeter kostet „nur“ noch durchschnittliche 4787 Euro.
Auch das Viertel Thalkirchen ist im Vergleich zum Jahr 2009 um fast 18 Prozent billiger geworden und man zahlt derzeit noch 3077 Euro. Ob man das als Schnäppchen bezeichnen kann, bleibt allerdings sehr fragwürdig.
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