Deutschland, 24.09.2010 11:01 Uhr
Die Zukunft im Bereich Arbeitsplatzgestaltung hat schon längst begonnen. Vorbei sind die Zeiten, in denen man noch Akten ablegen lernen musste oder extra Kurse im Maschinenschreiben belegte, um fit im Tippen zu sein. Auch Ausbildungen zur technischen Telefonistin oder der gute alte Fernmeldetechniker waren vom Aussterben bedroht und existieren nur deshalb weiter, weil die Inhalte ihrer Ausbildung den neuen technischen Möglichkeiten entsprechend angeglichen wurden. So wie der KFZ-Mechaniker nunmehr zum Mechatroniker ausgebildet wird, werden auch Telefontechniker vielleicht schon bald umgetauft werden müssen.
Das Zeitalter der Computer
Wer heute einen Schreibtischjob annimmt, kann mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit schon tippen. Denn Computer sind zu einer Selbstverständlichkeit geworden, nicht nur im Büro sondern auch zu Hause. Schon in Grundschulen lernen die lieben Kleinen mit den Maschinen umzugehen, die Bedienung von Maus und Tastatur wird manchmal sogar schon ab dem Kleinkindalter trainiert. Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bedeutet die selbstverständliche Nutzung von PCs eine enorme Arbeitserleichterung. Man braucht weniger Fachkräfte, denn auch ein Buchhalter kann nun schon mal ein Bildbearbeitungsprogramm bedienen, die Einstellungen für seine E-Mails ändern und seine eigene Korrespondenz verwalten, ohne dass er dazu extra eine Sekretärin bräuchte. Eines von zahlreichen Beispielen, in denen der Einsatz von Computertechnik Zeit und Manpower spart.
Kein Fräulein vom Amt
Auch die Telefonie wird zunehmend durch Computer gesteuert. Bekannt ist dieses Verfahren zum Beispiel im Call Center von großen Unternehmen, wo der Kunde einen Service beantragen oder auch gleich in Anspruch nehmen kann, ohne mit einem einzigen wirklichen Menschen zu sprechen. Die Steuerung erfolgt per Tastendruck und über das Impulswählverfahren, über das inzwischen so ziemlich alle Telefone verfügen. Auch wenn das teilweise sehr praktisch ist, sollte es in einem serviceorientierten Unternehmen die menschliche Arbeit idealerweise ergänzen, aber nicht völlig ersetzen. Ansonsten könnten Kunden oder potentielle Kunden mit einem individuellen Anliegen vorschnell durch das Servicenetz fallen.
Erst möglich gemacht werden diese und ähnliche technische Raffinessen beispielsweise durch eine virtuelle und computergesteuerte Telefonanlage. Diese bietet den Komfort einer großen herkömmlichen Anlage auch für Unternehmen, für die sich eine solche ansonsten nicht lohnen würde. Das bedeutet allerdings auch, dass die Wartung der Telefonanlagen nicht mehr von einem Techniker erledigt werden kann, der nicht in der modernen Technik ausgebildet ist. Verfügt eine Firma über solchen hauseigenen Techniker, werden für ihn Weiterbildungen oder Schulungen von Nöten sein. Für Unternehmen und Arbeitnehmer bleibt die Anpassung des eigenen Ausbildungsstandes an die Neuerungen der Technik, insbesondere im IT-Bereich, weiterhin ein wichtiges Thema.
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