Deutschland, 08.07.2010 14:19 Uhr
Hochsauerland. Für die meisten Schüler der neunten Klassen im Hochsauerlandkreis steht nach den Sommerferien die Bewerbungsphase für einen Ausbildungsplatz an. Es gilt, eine Entscheidung zwischen fast 400 Ausbildungsberufen zu treffen. Hierbei kommt vor allem der Erarbeitung von Alternativen zum Wunschberuf eine besondere Bedeutung zu.
„Leider sind einige junge Menschen bei ihrer Berufswahl sehr eingeschränkt“, sagt Walter Niggemeier, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede. „Oftmals legen sie sich auf nur einen Wunschberuf fest und beziehen auch nur dieses Berufsbild in ihre Bewerbungsaktivitäten ein. Dadurch schränken sie ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz erheblich ein. Nahezu die Hälfte der bei der Arbeitsagentur gemeldeten Ausbildungsstellenbewerber verteilt sich auf zehn Ausbildungsberufe.“
Beispielsweise möchten zum kommenden Ausbildungsjahr 62 Jugendliche, zumeist Mädchen, das Friseurhandwerk erlernen, die Unternehmen des Hochsauerlandkreises haben aber bisher nur 20 entsprechende Ausbildungsstellen der Arbeitsagentur gemeldet. Auch Kfz-Mechatroniker ist ein Traumberuf der jungen Menschen. Über 60 von ihnen suchen in diesem Berufsfeld einen Ausbildungsplatz. Dem stehen aber weniger als 30 gemeldete Ausbildungsstellen gegenüber. „Viele Jugendliche konzentrieren sich bei ihrer Ausbildungssuche viel zu oft auf Berufe, die sie schon kennen“, so Niggemeier weiter.
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