Deutschland, 20.07.2010 16:06 Uhr
Bundesgebiet. Sechs Wochen vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind viele Lehrstellen immer noch nicht vergeben. «Wir rechnen am Ende mit mehr als 50.000 Stellen, die unbesetzt bleiben, weil geeignete Bewerber fehlen», sagte der Präsident des Deutschen Industrie-und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann der «Welt am Sonntag» laut Vorabmeldung.
«Die demografische Trendwende schlägt voll auf dem Ausbildungsmarkt durch», erklärte Driftmann. «Neben dem Demografiefaktor ist die mangelnde Ausbildungsreife vieler Schulabgänger ein großes Problem bei der Stellenbesetzung.» Mehr als die Hälfte aller Betriebe müsse für seine Auszubildenden Nachhilfe organisieren.
Auch die Bundesregierung zeigt sich dem Bericht zufolge alarmiert. «Immer mehr Unternehmen haben Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsstellen mit geeigneten Kandidaten zu besetzen», sagte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle. «Umso wichtiger ist es, dass wir einerseits keinen Jugendlichen für den Ausbildungsmarkt verloren geben, andererseits junge Leistungsträger angemessen fördern.»
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