Deutschland, 29.04.2011 08:35 Uhr
Kinder kosten Geld. Das ist schon von Anfang an so, denn selbst die Kleinsten brauchen schon Windeln, Essen und jede Menge Kleidung. Bis man ein Kind über Ausbildung, Abitur oder gar noch das Studium gebracht hat, fallen etwa 100.000 Euro Kosten pro Kind an. Angesichts solcher Zahlen kann man sich kaum vorstellen, dass manche Kind und Ausbildung unter einen Hut bekommen, doch Not macht bekanntlich erfinderisch und auch der Staat lässt junge Mütter, die ihre Ausbildung trotz Kind machen wollen, nicht im Stich.
Schulpflicht für Mutter und Kind
Nicht immer sind die Kinder von Müttern oder Vätern in der Ausbildung noch ganz klein. Viele haben schon früh Kinder bekommen und beschließen erst spät, doch noch eine Ausbildung zu absolvieren. Und gerade wenn Kinder in das Alter kommen, in dem sie schulpflichtig werden, kann es mit dem Ausbildungsgehalt schon mal eng werden. Über BAFöG und Kindergeld lassen sich allzu große Versorgungslücken vermeiden, aber deswegen können sich die jungen Familien noch lange nicht alles leisten. Mit so einem mageren Gehalt lassen sich meist nur durch das Suchen nach Schnäppchen Schulbedarf, Kleidungsbedarf und täglicher Bedarf decken. Bei Auszubildenden kommt erschwerend hinzu, dass sie auch noch Extra-Mittel benötigen, um ihren eigenen Schulbedarf zu bezahlen. Teilweise müssen Bücher gekauft und Materialien für den Unterricht bezahlt werden.
Beratung in Finanznöten
Wer von einer solchen Situation betroffen ist, der sollte sich nicht scheuen nach Hilfe zu fragen. Viele Grundschulen haben Fördervereine, die von Eltern gegründet wurden und die Geld sammeln um Kindern, deren Eltern knapp bei Kasse sind, die Mitfahrt auf die Klassenfahrt zu ermöglichen. Auch die Beiträge für das Essen in der Schulkantine könnten von Fördervereinen übernommen werden. Außerdem sollte man sich beraten lassen, ob einem zusätzliche Sozialleistungen oder Befreiungen von Gebühren und Zuzahlungen zustehen. Eine Lehrmittelbefreiung gibt es an fast jeder Berufsschule, wenn sie dann gebraucht wird. Außerdem besteht manchmal die Möglichkeit, Hefte, Stifte, Blöcke und sonstigen Bedarf über Sammelbestellungen wesentlich günstiger zu bekommen, als wenn man die Sachen im Einzelhandel kauft. Berufskleidung gibt es günstiger über Gebrauchtbörse und viel Werkzeug und Fachliteratur kann man auch über Kleinanzeigen oder Aushänge am schwarzen Brett von ehemaligen Lehrlingen finden. Behörden und Lehrende sind sich zumindest einig, dass gerade bei jungen Eltern der Einsatz belohnt und bei der Finanzierung unter die Arme gegriffen werden soll. Ist man selbst in einer solchen Situation, sollte man sich nicht scheuen, alle Hilfen in Anspruch zu nehmen, die geboten werden. Nur so kann man auch selbst irgendwann in die Situation kommen, anderen zu helfen und den „Kredit“ zurückzuzahlen.
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